46. Jahrgang, Heft 5, Oktober 2015

 

BIBLISCHE BESINNUNG
Klaus Haacker
Buße? Um Gottes willen! Predigt zu Apostelgeschichte 9,1–11


AUFSÄTZE

Mihamm Kim-Rauchholz
Der Mensch als salvandus et corrigendus.
Aspekte einer lukanischen Soteriologie am Beispiel von Lk 18,18–27

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Kim-Rauchholz)

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Steven Croft
Nine Lessons for a Mixed Economy Church
– Neun Lektionen für eine Kirche in vielfältiger Gestalt

Karsten Jung
„Sackgassen sind nach oben hin offen!“
– Plädoyer für eine Religionspädagogik jenseits von
 katechetischer Engführung und empiristischem Laissez-faire

Heinzpeter Hempelmann
(Inwiefern) Darf der Gottesgedanke bei der Welterklärung
eine Rolle spielen? Zur Kontroverse um das Intelligent Design-Konzept

Reinhard Junker und Markus Widenmeyer
Teleologie in Biologie, Philosophie und Theologie


BÜCHER



Aus dem Editorial
Unser Herbstheft der theologischen beiträge gibt Antwort auf verschiedene Fragen:
•    Was kann heute sinnvoll Inhalt des Buß- und Bettages sein? Was bedeutet Buße heute? Zu welcher Buße sollte Kirche die Gesellschaft aufrufen? Oder müsste sie nicht selber umkehren? Klaus Haacker, Professor emeritus für Neues Testament, Berlin, gibt dem Ruf zu Buße und Umkehr eine provozierende Pointe und Wendung.
•    Wie steht es mit der lukanischen Soteriologie? Ist Lukas nicht nur der Evangelist der Armen, der den Schwerpunkt auf die Ethik der Barmherzigkeit legt? Kennt das Lukas-Evangelium überhaupt eine nennenswerte Soteriologie? Der Aufsatz von Mihamm Kim-Rauchholz, Professorin für Neues Testament an der Internationalen Hochschule Liebenzell, ist geeignet, gängige Vorurteile über eine oberflächliche lukanische Perspektive auf Jesus zu korrigieren.
•    Wie kann eine müde und verbrauchte Volkskirche neu missionarische Ausstrahlung und Attraktivität gewinnen? Gibt es jenseits von evangelikalen Appellen und charismatischen Rezepten, die vielfach aus den USA zu uns kommen und wegen ihrer im Kern freikirchlichen Ekklesiologie schwer übertragbar und anwendbar sind, Erfahrungen, von denen wir hier in deutschen Landeskirchen profitieren können? Impulse findet, wer Antworten sucht, in dem Vortrag von Steven Croft, der als Bischof einer der Wegbereiter des Aufbruchs ist, den die Anglikanische Kirche seit mehr als einem Jahrzehnt erleben darf. Wir dokumentieren den Vortrag, den er auf dem Kirchentag in Stuttgart in diesem Jahr gehalten hat.
•    Was macht eigentlich die moderne Religionspädagogik? Wo steht sie? Was hat die vielbeschworene und beschriebene empirische Wende gebracht? Karsten Jung, praktischer Theologe an der CVJM-Hochschule in Kassel, geht das verdienstvolle Risiko einer Summe ein und formuliert allgemeindidaktische wie neurodidaktische Anfragen, die den Weg zu einem möglichen Neuaufbruch weisen können.
•    Was leistet die Intelligent Design-Theorie? Ist sie eine ernstzunehmende wissenschaftliche Theorie? Was unterscheidet sie vom herkömmlichen Kreationismus? Reinhard Junker und Markus Widenmeyer, wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Studiengemeinschaft Wort und Wissen der eine, in der industriellen Forschung tätig der andere, greifen Fragen an das ID-Konzept auf, die Hansjörg Hemminger 2013 in einem Artikel für diese Zeitschrift gestellt hatte. Heinzpeter Hempelmann, Professor für Systematische Theologie und Religionsphilosophie an der Evangelischen Hochschule Tabor, Marburg, erklärt in seinem vorangestellten Beitrag einige der Rahmenbedingungen und Fragestellungen, ohne die diese spannende und anspruchsvolle Debatte nicht verstanden werden kann: Was hat die Wissenschaft mit Gott zu tun? Muss Wissenschaft gottlos sein? Wie können wir heute den Glauben an Gott in die Welterklärung einbringen, oder ist „Gott“ eine funktionslose Hypothese?
Interessiert? Im unwahrscheinlichen Fall, dass nichts für Sie dabei ist, lohnt es sich, die 11 Buchbesprechungen anzuschauen, die Veröffentlichungen zu den Themen der Hauptartikel aufgreifen, vorstellen und einordnen. Viel Spaß beim Lesen!
    Ihre Herausgeber und Redaktion


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