46. Jahrgang, Heft 4

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Michael Herbst:
„It’s (not) all about sex“ – Was wohl Jesus zu homosexuell
 empfindenden Menschen sagen würde. Predigt über Röm 1,18–2,1

AUFSÄTZE
Heinzpeter Hempelmann:
„Homosexualität“ als Kommunikationsherausforderung

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Heinzpeter Hempelmann)

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Thomas Pola
„Und bei einem Manne sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt:
Ein Greuel ist es.“ Der literarische und sozialgeschichtliche
Zusammenhang von Lev 18,22 und 20,13

Christoph Raedel
Zwischen Schöpfung und Erlösung.
Systematisch-theologische Reflexionen zur praktizierten Homosexualität

Heinzpeter Hempelmann
Aktuelle Fragen der Bibel-Hermeneutik –
bedacht unter dem Aspekt ethischer Urteilsbildung

Michael Herbst
Seelsorge und Homosexualität

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BÜCHER


Aus dem Editorial

Nicht schon wieder dieses Thema!?
Das könnte man doch denken, wenn wir heute eine neue Ausgabe der „theologischen beiträge“ auf Ihren Tisch legen. Seit vielen Jahren beschäftigt (und erregt) die Frage nach der ethischen Einschätzung der Homosexualität die Christenheit in Deutschland. Dabei ist auch in den „frommen Kreisen“ der Konsens längst aufgebrochen. In den Kirchen wächst die Bereitschaft, gleichgeschlechtliche Paare sowohl im Pfarrhaus zu dulden als auch unter den öffentlich zugesprochenen Segen zu stellen. Gesellschaftlich scheint das Thema „durch“ zu sein. Das Tolerieren gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften einigt weite Teile der Gesellschaft; allein Detailfragen wie die Möglichkeit einer vollständig gleichgestellten „Homo-Ehe“ und das Adoptionsrecht werden noch kontrovers diskutiert. Wir haben uns als Herausgeberkreis im September 2014 in Stuttgart zu einer Tagung getroffen, um noch einmal mit frischem Blick und darum mit neuen Perspektiven auf das Thema zu schauen. Aus den Gesprächsimpulsen dieser Tagung erwuchsen die meisten Beiträge, die wir Ihnen nun präsentieren.
Michael Herbst eröffnet den Reigen mit dem nicht ganz unkomplizierten Versuch, über Römer 1 als zentralen Text in der Debatte zu predigen. Dem schließt sich Heinzpeter Hempelmann an: Er versucht die Thematik mit etwas Abstand daraufhin zu befragen, inwiefern die unversöhnlichen Positionen unterschiedlichen Mentalitäten entspringen. Thomas Pola ergänzt exegetische Aspekte mit Blick auf einschlägige alttestamentliche Texte. Heinzpeter Hempelmann wirft einen kritischen Blick auf den Gebrauch der Bibel in vielen ethischen Diskussionen und ergänzt damit die mentalitätstheoretische Sicht um eine hermeneutische Perspektive. Der Gießener Systematiker Christoph Raedel setzt die Debatte mit einer ethischen Betrachtung fort, in der er begründet, warum es nach wie vor Gründe gibt, dem gesellschaftlichen Trend nicht uneingeschränkt zu folgen. Michael Herbst rundet die Erörterungen durch den Blick des Seelsorgers auf die praktischen Fragen im Umfeld der Debatte ab. Wie immer schließen Rezensionen zu interessanten Neuerscheinungen unser Heft ab.
Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgehen, dass auch die Autoren in dieser Ausgabe der „theologischen beiträge“ mindestens in Nuancen zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Gemeinsam ist allen das Bemühen, nicht nur sattsam bekannte und gleichsam „festgestellte“ Positionen einfach zu wiederholen. Wenn das alles unter dem Strich Ihnen bei der eigenen Urteilsbildung weiterhilft, haben wir unser Ziel erreicht.


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