45. Jahrgang, Heft 6, Dezember 2014

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Klaus Haacker:
Auf den Spuren der Engel

AUFSÄTZE

Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz:
Liebe – Leib – Leben

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz)

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Jochen Walldorf:
Der Mensch als „Ebenbild Gottes“. Biblisch-theologische
und zeitgenössische Zugänge zur Frage nach der
Einzigartigkeit und Würde des Menschen

Achim Härtner:
In- und auswendig lernen.
Perspektiven für nachhaltiges Lernen im Kirchlichen Unterricht
an Grundtexten des christlichen Glaubens


BERICHTE

Reiner Braun:
Goldene Buchstaben ins Herz schreiben.
Arndt Elmar Schneppers preiswürdige Arbeit
über das Auswendiglernen

Fritz Röcker:
Chancen des kirchlichen Diskurses über
gleichgeschlechtliche Partnerschaften“. Ein Buchbericht


BÜCHER




Aus dem Editorial

„Ja, ist denn schon Weihnachten?“, fragte vor Jahren der Fußball-Kaiser. So ist es, stellt Klaus Haacker in seiner biblischen Besinnung fest: „Wir gehen auf Weihnachten zu.“ Auch Sie als unsere Leserinnen und Leser tun das, und wir wünschen Ihnen darum frohstimmende Festtage, vielleicht auch mit der Lektüre der Beiträge dieses letzten Heftes im Jahr 2014.
Der Neutestamentler Klaus Haacker widmet sich dem Engel-Boom und sucht „auf den Spuren der Engel“ nach einem positiven Zugang zur Engelthematik. Zu einem solchen Zugang ermutigt uns ja nicht zuletzt die Bibel, die den Engeln einen gewichtigen, wenn auch nicht den zentralen Platz zuweist. Denn der gebührt, nicht nur zu Weihnachten, einem anderen: Ihn, Jesus, nennt Haacker in der Pointe seiner Besinnung „den besten Engel“.
Zwei gewichtige anthropologische Aufsätze schließen sich an: Die Religionsphilosophin Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz setzt sich kritisch mit gegenwärtigen Überlegungen zur Sexualität des Menschen und zur Gender-Debatte auseinander. Dass bei Gott Eros und Agape nicht in einen Gegensatz geraten müssen, die Liebe unter jüdisch-christlichen Vorzeichen auch „nicht ver¬stümmelt, sondern ins Göttlich-Große geöffnet“ werde, das ist ihr Gesprächsangebot in diesen Diskursen.
Der hessische Schulpfarrer Jochen Walldorf hat ähnlich aktuelle Themen im Sinn, wenn er die lange Wirkungsgeschichte der „imago-Dei“-Figur nachzeichnet. Dass der Mensch Statthalter Gottes auf Er-den und zugleich Gesprächspartner für Gott im Himmel sein soll, hebt er ebenso heraus wie den relationalen Charakter dieser Bestimmung des Menschen als Ebenbild Gottes. Vor allem aber zeigt er die Leistungsfähigkeit dieser Bestimmung auf, wenn es um die Sicherung der unbedingten Würde jedes Menschen geht und um die menschliche Fähigkeit zur Wahrheitserkenntnis.
Zwei wahrlich nicht „zeitgeistige“ Reflexionen über den Wert des Auswendiglernens folgen: Zuerst befasst sich der Reutlinger Praktische Theologe und Religionspädagoge Achim Härtner mit den un-terschiedlichen Bewertungen des Auswendiglernens in den letzten 100 Jahren. Davon ausgehend legt er ein kriteriengesteuertes und methodisch auf der Höhe der Zeit verankertes Konzept vor, wie das „In- und Auswendiglernen“ seinen guten Sinn z.B. in der Konfirmandenarbeit haben kann. Da würde ihm auch Arndt Elmar Schnepper nicht widersprechen, dessen Dissertation „Goldene Buch-staben ins Herz schreiben“ schon im Titel ihr Programm verrät. Unser Mitherausgeber Reiner Braun stellt diese Arbeit des freikirchlichen Theologen vor.
Mit seinem Buchbericht über neuere wissenschaftliche Qualifikationsarbeiten zum Thema Homo-sexualität kehrt der Stuttgarter Kirchenrat Fritz Röcker noch einmal zu sexualethischen Frage-stellungen zurück. Er zeigt, wie in drei Dissertationen seit 2006 die kirchlichen Debatten über dieses hochumstrittene Thema geführt (oder auch gerade nicht geführt) wurden und wie schwer sich die Kirchen mit einer Verständigung tun.
Mit 10 Rezensionen aus sehr unterschiedlichen Regionen der Theologie runden wir dieses Heft ab und meinen: Nun kann Weihnachten kommen.






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