45. Jahrgang, Heft 3.4, Juni 2014

 

HEINZPETER HEMPELMANN ZUM 60. GEBURTSTAG
Werner Kenkel und Michael Karwounopoulos

BEGEGNUNGEN MIT HEINZPETER HEMPELMANN
Thomas Pola, Helmut Burkhardt, Michael Herbst,
Reiner Braun und Fritz Röcker

BIBLISCHE BESINNUNG
Ulrich Mack:
Segen.
Predigt zu 4. Mose 6,24–26

AUFSÄTZE
Michael Herbst:
Zeit. Geist. Zeitgeist … Neue Herausforderungen
In Psychotherapie und Seelsorge

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Michael Herbst)
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Klaus Haacker:
Kritik an Christen und am Christentum im Neuen Testament

Rainer Riesner:
Gott, Glaube und Geschichte.
Drei neuere Ansätze

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Rainer Riesner)

Thomas Pola:
„Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt.“
Form und Inhalt von Gen 32,23–33

Christoph Rösel:
„Um meines Namens willen …“. Der Zorn Gottes
und seine Überwindung im Ezechielbuch

Helmut Burkhardt:
Christliche Liebe und Selbstliebe

Johannes Triebel:
Glauben Christen und Muslime an denselben Einen Gott?     Antwortversuche auf eine scheinbar einfache Frage

Reiner Braun:
Größeres sehen – und predigen.
Beobachtungen zu Nachfolge-Predigten von Karl-Heinz Michel



BÜCHER

Aus dem Editorial

Ob runde Geburtstage ein Anlass zur Freude sind oder nicht, ist umstritten. Zum Beispiel der 60. Geburtstag! Einerseits wacht man auf, und es ist eigentlich alles wie gestern. Andererseits wacht man auf, und der Kalender sagt brutal ehrlich: ein neues Jahrzehnt. Nun also eine „6“ vorne! Einerseits wird man gefeiert, andererseits sagt die Geburtsurkunde: Das Zwicken und Zwacken hier und dort ist kein Zufall – stell Dich auf mehr davon ein!
Kürzlich schrieb jemand als Einladung zum 30. (!) Geburtstag, die Gäste mögen ihm über diese schwierige Schwelle helfen. Was also hilft über die Schwelle? Wir bieten einen kleinen Beitrag zum 60. Geburtstag unseres Jubilars an, unseres langjährigen Herausgebers, Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann: Als Weggefährten geben wir ihm, was er am liebsten tut – etwas zum Lesen und Nachdenken. Das soll ja jung und fit erhalten. Also: Unsere herzlichen Glückwünsche verbinden sich mit der Hoffnung, dass das Studieren tatsächlich glücklich macht.

Der Stuttgarter Prälat Ulrich Mack macht den Auftakt und predigt (nicht nur) zum Geburtstag über den aaronitischen Segen. Der herausgeberische Kollege aus Greifswald, Michael Herbst, schließt sich mit einer Reflexion über die seelsorglichen Herausforderungen durch diverse „Zeitgeister“ an. Die Reihe wird fortgesetzt durch Klaus Haacker, der als Neutestamentler diejenige Kritik an Christen und Christentum betrachtet, die sich schon im Neuen Testament zu Wort meldet, als Spott, als Verurteilung christlicher Mission oder als Vorwurf, die jüdische Tradition zu verraten oder einfach die öffentliche Ordnung zu unterminieren. Haackers Fachkollege Rainer Riesner nimmt eine Anmerkung des Jubilars auf, der die Frage, ob Gott als Realität in der Exegese biblischer Texte ein- oder ausgeschlossen werden muss, als „wunde Stelle protestantischer Exegese“ bezeichnete. Riesner geht dem nach, indem er drei neuere exegetische Ansätze hinsichtlich des methodischen Atheismus kritisch gegenliest. Thomas Pola wiederum widmet sich als Alttestamentler einer der schwierigen, ja dunkelsten Geschichten der Bibel, dem Ringen Jakobs mit Gott in Gen 32 – durch die physische Berührung Jakobs mit dem „Mann“ die wohl direkteste Gottesbegegnung im Alten Testament. Christoph Rösel folgt mit einem weiteren „unbeliebten Thema“: dem Zorn Gottes und seiner Überwindung beim Propheten Ezechiel. Auch Helmut Burkhardt hat sich ein durchaus kontroverses Thema vorgenommen, wenn er Überlegungen zum Verhältnis von christlicher Liebe und Selbstliebe anstellt und zur Unterscheidung von Selbstsucht und Selbstliebe rät. Einfach ist auch die Frage von Johannes Triebel nicht, mit der er sich in die Reihe der Gratulanten einfügt: Glauben Christen und Muslime an denselben, nämlich den Einen Gott? Triebel argumentiert, dass weder ja noch nein hilfreiche Antworten seien, aber er zeigt auch, dass Christen jedenfalls durch Christus anders an Gott glauben als Muslime. Den Reigen schließt Reiner Braun mit einer homiletischen Studie, und damit erinnert er zugleich an den früh verstorbenen Weggefährten Karl-Heinz Michel, dessen Predigten zur Nachfolge betrachtet und gewürdigt werden sollen. Einige Rezensionen runden das Heft wieder ab – und verraten in der Auswahl der Titel einiges über Themen, die unseren Jubilar besonders beschäftigen.

Möge ihm also dieses Heft über die „Schwelle“ helfen – und uns anderen Lesern viel Anregung zum beglückenden Studieren geben. Wir haben dafür auch etwas länger Zeit: Nach dieser Doppelausgabe erhalten Sie das nächste Heft im Oktober 2014.


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