45. Jahrgang, Heft 2, April 2014

 

Für das nächste Heft sind folgende Beiträge vorgesehen:


BIBLISCHE BESINNUNG

Roland Deines:
Eine gewaltbereite Witwe
und was man dennoch von ihr lernen kann
Eine Bibelarbeit zu Lukas 18,1–8


AUFSÄTZE

Martin Reppenhagen:
Das jüngste theologische Fach im Umbruch.
Von der Missionswissenschaft zur Interkulturellen Theologie

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Martin Reppenhagen)
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Gerhard Knodt:
Evangelische Märtyrer!


BÜCHER

 

Aus dem Editorial

Wenn Roland Deines, Professor für Neues Testament in Nottingham, seine biblische Besinnung in einer Fußnote als Versuch beschreibt, „etablierte Sichtweisen“ zu hinterfragen und möglicherweise aufzubrechen, dann trifft das sicher auf seine exegetischen und homiletischen Überlegungen zu Lk 18,1–8 zu – könnte aber ebenso der rote Faden sein, der sich durch dieses zweite Heft im 45. Jahrgang der „theologischen beiträge“ zieht. Deines jedenfalls rückt dem „Image“ der Witwe in biblischen Texten gründlich zu Leibe: Witwe zu sein mag zwar in allerlei soziale Probleme führen, muss aber keineswegs bedeuten, als schwach, hilflos und arm an Einfluss zu gelten. Deines zeigt uns weiterhin, in welcher Hinsicht die Beharrlichkeit dieser keineswegs „harmlosen“ Frau vorbildlich genannt werden darf.
Eine gewohnte Sichtweise betrifft auch die Rolle der Missionswissenschaft in der theologischen Enzyklopädie. Unser Mitherausgeber Martin Reppenhagen vom Greifswalder „Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung“ betrachtet die Verschiebungen hin zu einer interkulturellen Theologie. Die zunehmende Zahl kontextueller Theologien, aber auch das weiterhin dürftige Image der Mission werden dabei als ursächlich zu betrachten sein. Dennoch sollte nach Überzeugung unseres Autors weiterhin eher beides bearbeitet werden: Interkulturelle Theologie und (nicht: statt) Missionswissenschaft.
Auch unser dritter Beitrag könnte überraschen: Wenn es um Märtyrer und Martyrium geht, könnte man ja meinen, das sei nur ein Thema der Kirchengeschichte. Der bayerische Pfarrer und Studienleiter Gerhard Knodt erinnert an die evangelischen Märtyrer der jüngeren Zeit und plädiert engagiert für ein evangelisches Märtyrergedenken, das dogmatische Maßstäbe reflektiert einbringt, ökumenische Bezüge aufnimmt und um eine geistliche Einstellung ringt, die im Martyrium eine Verheißung (und nicht etwa nur eine Bedrohung) und für die Gemeinde Jesu einen Grund zur Dankbarkeit erkennt.
Abgerundet wird dieses Heft durch eine Reihe von Rezensionen, die uns auf Bücher verweisen, in denen wir noch öfter in „etablierten Sichtweise“ irritiert werden.

An dieser Stelle sei schließlich unserem Mitherausgeber Christoph Rösel gratuliert: Der bisherige Alttestamentler an der Evangelischen Hochschule Tabor ist seit neuestem Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft. Dankbar, dass er uns als Mitherausgeber erhalten bleibt, wünschen wir ihm für diese große, schöne und neue Aufgabe Gottes Segen.




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