45. Jahrgang, Heft 1, Februar 2014

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Peter Zimmerling:
Eine himmlische Einladung.
Predigt zu Lk 14,15–24


AUFSÄTZE

Rainer Riesner:
Jesus, Paulus und wir

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Thomas Pola:
„Wer nicht auswendig lernt, ist des Todes schuldig“ (mAv 1,13).
Der bleibende Vorrang des mündlichen vor dem schriftlichen Wort  – Indizien aus dem Alten Testament

Andreas Loos:
Bittgebet und Gottesbild. Beobachtungen und Anstöße
zur Korrespondenz zweier Lehrstücke

Rolf Hille:
Die Evangelikalen und die Ökumene.
Eine zukunftsorientierte, aber spannungsreiche Geschichte


BERICHT
Werner Neuer:
Der dritte Teil von Helmut Burkhardts „Ethik“. Abschluss einer grundlegend biblischen, konkreten und aktuellen Entfaltung christlicher Ethik


BÜCHER


Aus dem Editorial


Die Beiträge dieses Bandes haben ihre Mitte in Person und Werk von Helmut Burkhardt, der 2014 seinen 75. Geburtstag feiert. Burkhardt hat den Weg dieser Zeitschrift von Anfang an begleitet und durch seine Beiträge wie seine Gutachten als Mitherausgeber der „theologischen beiträge“ maßgeblich geprägt. Von 1970–1976 war er Schriftleiter unserer Zeitschrift. Von 1977–2008 war er als Dozent für Systematische Theologie und Ethik am Theologischen Seminar St. Chrischona (TSC) tätig. Burkhardt war Mitglied im Hauptvorstand der Evangelischen Allianz und hat 1974 am ersten Lausanner Kongress für Weltmission teilgenommen. Von den ersten Anfängen im Jahr 1974 an hat Burkhardt über mehrere Jahrzehnte dem Vorstand des Arbeitskreises für evangelikale Theologie (AfeT) vorgesessen (bis 1993) und angehört. Er hat dieser Institution durch die von ihm argumentativ und erwecklich ausgerichtete Theologie über lange Zeit Profil gegeben und mitdefiniert, was unter evangelikaler Theologie zu verstehen ist. Frühe und spätere Weggenossen beziehen sich in den Beiträgen dieses Heftes auf Werk und Person von Helmut Burkhardt und akzentuieren theologische Anliegen, die ihn auszeichnen.
Rainer Riesner, Professor emeritus am Institut für Evangelische Theologie der Technischen Universität Dortmund, wendet sich in seinem streitbaren Aufsatz („Jesus, Paulus und wir“) gegen die immer wieder erneuerten Versuche, eine historische und theologische Kontinuität zwischen Jesus und Paulus in Frage zu stellen. Riesner präsentiert nicht nur die Textbefunde, sondern geht auch zentrale theologische Gesichtspunkte durch. Pointiert bezieht er die Ergebnisse auf eine Kirche, die sich nach dem Evangelium nennt.
Prof. Thomas Pola, Dortmunder Kollege von Rainer Riesner, gewinnt aus detaillierten Analysen unterschiedlicher Textgestalten des Alten Testaments nicht nur Argumente für den bleibenden Vorrang des mündlichen vor dem von uns favorisierten „schriftlichen Wort“ („Wer nicht auswendig lernt, ist des Todes schuldig“), sondern verlebendigt die Lebens- und Frömmigkeitspraxis, innerhalb derer die biblische Überlieferung ihren Ort hat. Die Konsequenzen für heute liegen nahe. Ein Lehrstück in biblischem Denken.
Dr. Andreas Loos, Schüler und als Dozent am TSC langjähriger Kollege von Helmut Burkhardt, stößt in seinem Beitrag („Bittgebet und Gottesbild“) in die Mitte christlicher Gotteslehre vor. Was bedeutet es für unser Verständnis von Trinität, dass wir Gott als jemanden anrufen dürfen, der auf unser Bitten reagiert? Entscheidende Weichenstellungen werden ebenso deutlich, wie metaphysisch-philosophische Elemente einer Gotteslehre zurückgewiesen werden.
Prof. Rolf Hille, Direktor der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), beschreibt in seinem Beitrag („Die Evangelikalen und die Ökumene“) das Ökumene-Verständnis der Weltallianz und die ökumenischen Dialogprozesse, in die dieses involviert ist. Ein alterna-tiver Blick auf die Ökumene der Glaubenden und des Glaubens!
Dr. Werner Neuer, ebenfalls Schüler und Kollege von Burkhardt am TSC, würdigt mit seinem Buchbericht („Der dritte Teil von Helmut Burkhardts Ethik“) einen der Arbeitsschwerpunkte des Basler Theologen. Der besprochene dritte Teil schließt ein Opus mit ca. 1000 Seiten ab, in dem alle Fragestellungen christlicher Ethik, zum Teil mit völlig neuen Weichenstellungen, abgeschritten werden.
Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie an der Universität Leipzig und ebenda erster Universitätsprediger, hat in seiner einleitenden biblischen Besinnung den Mut, auch unbequeme Töne der Reichs-Gottes-Predigt Jesu zu akzentuieren. Biblische Theologie hat Einspruchsrecht auch gegen eingebürgerte Überzeugungen!
Ein bunter Strauß von Rezensionen schließt dieses erste Heft unserer Zeitschrift ab, mit der wir Sie auch im neuen Jahr zum Lesen locken möchten.





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