44. Jahrgang, Heft 2, April 2013

 

44. Jahrgang, Heft 2, April 2013


BIBLISCHE BESINNUNG

Thomas Pola: Der inthronisierte Auferstandene und seine Thronrede an die elf Jünger. Traditionsgeschichtliches, Homiletisches und Katechetisches zu Matthäus 28,16–20


AUFSÄTZE

Michael Herbst: Zwischen Überforderung und Verheißung.
Eröffnungsvortrag beim 5. AMD-Kongress für Theologinnen und Theologen am 24. September 2012 in Dortmund

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Michael Herbst)

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Christoph Raedel: Aus der Wahrheit leben – in Demut bezeugen.
Christliche Apologetik in der pluralistischen Gesellschaft

Siegfried Meier: Der Geist Gottes, David und die Musik

BÜCHER


Aus dem Editorial

Diese Nummer der Theologischen Beiträge enthält eine ganze Reihe von Provokationen im besten Sinn: Unser Heft beginnt mit einem exegetischen Kleinod. Thomas Pola, Professor an der Technischen Universität Dortmund, bringt in dem uns allen als „Missionsbefehl“ bekannten Text Matthäus 28,16–20 völlig neue Töne zum Klingen. Durch seine Anwendung eines traditionsgeschichtlichen, neutestamentliche Texte konsequent vor dem Hintergrund des Alten Testamentes verstehenden Ansatzes wird die bekannte Perikope einsichtig als „Thronrede“ des inthronisierten Auferstandenen. Die präzise Lektüre lohnt sich gerade für die Leser/-innen, die über Mt 28 anlässlich eines Taufsonntages predigen wollen.
Der Eröffnungsvortrag, den Michael Herbst, Professor an der Universität Greifswald, beim letzten Theologenkongress der Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste im September 2012 in Dortmund gehalten hat, fand ein breites und starkes Echo. Wir dokumentieren ihn hier, weil wir unsern Lesern dieses Wort möglichst zügig zur Verfügung stellen wollen. „Zwischen Überforderung und Verheißung“ ist eine ebenso präzise und nüchterne Deutung unserer Situation in Kirche, Gesellschaft und Amt wie eine ermutigende, neue Horizonte erschließende Vision. Wer sich auf die Lektüre dieses provokativen Textes einlässt, muss mit Frustration rechnen: Wir finden keine der pastoraltheologisch inzwischen so üblichen Lamentos über Überforderung und burnout, keine der üblichen Anklagen der anderen und unserer eigenen Leistungsgesinnung, sondern schlicht die Entfaltung der These: Wir leben als Pfarrer immer im Land zwischen Überforderung und Verheißung, und genau in diesem Land ist der Auferstandene gegenwärtig und zu finden.
Ein anspruchsvolles, reflexives Stück Zeitdeutung legt auch der Professor für Ökumenische Theologie an der CVJM-Hochschule Kassel Christoph Raedel vor. „Aus der Wahrheit leben – in Demut bezeugen“ nimmt ebenfalls in einer provokativen und hilfreichen Weise ein altes Anliegen und Thema christlicher Theologie auf. „Christliche Apologetik in einer pluralistischen Gesellschaft“ kann, so der Verfasser, nur gelingen, wenn sie aus der Wahrheit Gottes lebt, also die rein kognitive Ebene metatheoretischer Reflexion verlässt.  Dann wird sie zu einer überaus realitätsbezogenen „Grammatik des christlichen Lebensvollzuges im Ganzen“.
Der Wetzlarer Pfarrer Siegfried Meier wendet sich nicht nur an die Schnittmenge der Leser, die zugleich Freunde der Kirchenmusik und des Alten Testamentes sind. In Aufnahme von 1. Samuel 16, wo über Davids musikalische Tätigkeit am Hof Sauls berichtet wird, weist Vf. nicht nur auf, dass ein bloß medizinisch-psychiatrisches Verständnis der Geschichte zu kurz greift. Die biblisch-theologische Reflexion, die in kirchen- und musikgeschichtliche Zusammenhänge übergeht, provoziert das herkömmliche Bild vom Geist Gottes dort, wo Musik selber als kreative, heilende Wirkung des Geistes Gottes in den Blick kommt.
Rezensionen schließen wie immer unser Heft ab. Sie berichten etwa über das dritte, letzte Jesus-Buch von Joseph Ratzinger und die Habilitationsschrift von Christoph Rösel, der seit letztem Jahr unseren Herausgeberkreis bereichert.




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