43. Jahrgang, Heft 6, Dezember 2012

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Bernd Brockhaus: Die Geburt des göttlichen Kindes


AUFSÄTZE

Christoph Rösel:
„… dann will ich vom Himmel her hören.“ 2. Chronik 20
und die Theologie des Gebets in den Chronikbüchern

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Christoph Rösel)

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Anna-Konstanze Schröder:
Evangelisationsveranstaltungen in der Wahrnehmung von Konvertiten.
Eine empirische religionswissenschaftliche Prüfung des Stereotyps „Evangelisation“

Matthias Clausen:
Evangelisationsveranstaltungen und Konversion
– eine freundliche Erwiderung auf Anna-Konstanze Schröder


BERICHT

Klaus Raschzok:sehen – glauben – leben.
Ausgewählte Aufsätze von Karl-Heinz Michel


BÜCHER



GESAMTVERZEICHNIS 2012


Aus dem Editorial

Das sechste und letzte Heft dieses Jahrgangs ist schwerpunktmäßig der Aufgabe der Weitergabe des Evangeliums gewidmet. Es kann insofern auch sehr gut als Heft des neuen, im Dezember beginnenden Kirchenjahres gelesen werden.
In den Jahren 2008/2009 hat das „Institut zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeent-wicklung“ (IEEG), Greifswald, unter seinem Direktor Michael Herbst im Auftrag mehrerer Landes¬kirchen und im Anschluss an eine Aufsehen erregende Untersuchung der Anglikanischen Kirche eine empirische Studie durchgeführt „Wie finden Erwachsene zum Glauben?“. Eine Rezension im Besprechungsteil gibt wichtige Aussagen der inzwischen in zweiter Auflage erschienenen Dokumen¬tation der Umfrage und ihrer Auswertung wieder.
Die Religionspsychologin Anna-Konstanze Schröder, Mitarbeiterin am IEEG und eine der treibenden Kräfte der Studie, leitet in ihrem Beitrag „Evangelisationsveranstaltungen in der Wahrnehmung von Konvertiten. Eine empirische religionswissenschaftliche Überprüfung des Stereotyps ‚Evangelisa¬tion‘“ im Anschluss an die Studie schließt eine Reihe von kritischen Anfragen ab. Diese richten sich sowohl an Befürworter als auch Kritiker von „Evangelisationen“. Beide, so Schröder, unterstellen vorgefasste Einstellungen, die sich empirisch nicht erhärten lassen.
Ihr antwortet Matthias Clausen, promoviert mit einer Arbeit über den Zusammenhang von evange¬listischer Predigt und Erkenntnistheorie und ebenfalls Mitarbeiter am IEEG. In seiner Replik „Evan¬gelisationsveranstaltungen und Konversion“ weist er nach, dass Veranstaltungs-Evangelisationen für die Glaubensbiographie überraschend vieler Menschen eine wichtige Rolle spielen. Die volks¬kirchlich oft vollzogene Zuweisung als bloßes Randphänomen wird der tatsächlichen Rolle dieser Verkündigungsform offenbar nicht gerecht.
Auch eine Rezension befasst sich mit dem Greifswalder Symposion zum Thema „Konversion“, das die obige Thematik fortgeführt hat.
Die sorgfältig zeitgeschichtlich eingebettete Geschichte von der „Geburt des göttlichen Kindes“, die der Wiedenester Dozent für Altes Testament Bernd Brockhaus erzählt, profiliert in Anknüpfung und Widerspruch den Inhalt des Weihnachtsevangeliums, das seit nunmehr fast 2000 Jahren Menschen erreicht.
Wie wichtig es sein kann, Gottes Wort historisch präzise zu rekonstruieren, und wie unterschiedlich die Wirkungen sind, die dieses Wort bis heute auslöst – beides macht der Beitrag von Christoph Rösel „ ‚Und dann will ich vom Himmel her hören‘. 2. Chronik 20 und die Theologie des Gebets in den Chronikbüchern“ deutlich. Mit dem Abdruck seiner Antrittsvorlesung begrüßen wir den Mar¬burger Alttestamentler, der zugleich Privatdozent an der Ev.-theol. Fakultät der Universität Marburg und Professor für Altes Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor ist, ganz herzlich als Mitherausgeber der „theologischen beiträge“.
Ebenso herzlich begrüßen wir Dr. Friedmann Eißler, der beim Religionsreferat der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) in Berlin tätig ist, im Kreis der Mitherausgeber unserer Zeitschrift und sind dankbar für seine fachkundige Mitarbeit
An den vor 6 Jahren und viel zu früh verstorbenen Mitherausgeber Karlheinz Michel erinnert ein Bericht über die Edition wichtiger Schriften aus seiner Feder. Klaus Raschzok, Professor für Praktische Theologie in Neuendettelsau, veranschaulicht, wie das Wort, das uns in diesen Tagen neu aufbrechen lässt und dem wir alle verpflichtet sind, im Werk Michels theologisch Profil gewonnen hat.


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