43. Jahrgang, Heft 3, Juni 2012

 

BIBLISCHE BESINNUNG
Max Büchting:
Elia hat einen weiten Weg vor sich.
Predigt zu 1. Könige 19,1–16

AUFSÄTZE
Volker A. Lehnert:
Facetten des Pfarramtes.
Zur gegenwärtigen Diskussion um das Pfarrbild

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Christian Eyselein:Gewiss und überraschend: Der Pfarrberuf und das Pastoralkolleg


Werner Thiede:
Die Vollmacht des Pfarramts.
Zur älteren und neueren Diskussion um Ordination und Beauftragung

KONTROVERS
Ulrich H.J. Körtner:
Wahrheit und Toleranz.
Nachbemerkungen zum interreligiösen Dialog

Johannes Triebel:
Die Spannung gegensätzlicher Wahrheitsansprüche ertragen

Heinzpeter Hempelmann:
Exklusivismus – seltsamerweise die toleranteste Form von Religionstheologie.
Vier Kriterien für eine angemessene evangelische Verhältnisbestimmung der Religionen und der metakritische Inklusivismus von Ulrich Körtner


BÜCHER


Aus dem Editorial

Neben der Fußball-Europameisterschaft erwartet uns ein weiterer sportlicher Höhepunkt in diesem Jahr: die Olympischen Sommerspiele in London. Und dort wird wieder der Marathonlauf zu den absoluten Höhepunkten gehören, gut 42x werden die Besten der Besten (wahrscheinlich aus Kenia oder Äthiopien) den Kilometer in knapp unter 3 Minuten laufen. Ein Wunder an Ausdauer, aber auch an geschickter Einteilung der Kräfte!
Zu den Weisheiten, die man gerne jungen Theologen mitgibt, gehört auch die Einsicht, dass das Pfarramt eher ein Marathon als ein Sprint ist. Man braucht Ausdauer für die lange Strecke und darum eine gute Einteilung der Kräfte. Das ist eines der beiden Hauptthemen unseres neuen Heftes:
Der westfälische Pfarrer Max Büchting erinnert an den heiligen Langläufer Elia, dem aber dann doch die Puste ausging, bis ein göttlicher Bote ihn wieder aufrichtete. Seine Predigt ist seelsorglicher Zuspruch gerade für Pfarrer und Pfarrerinnen, die vom Burn-Out bedroht sind.
In der rheinischen Landeskirche ist Volker Lehnert für die Personalentwicklung verantwortlich: Er zeigt in seinem Beitrag, welche pastoraltheologischen Leitbilder zurzeit im Schwange sind. Er selbst plädiert mit Bezug auf Epheser 4 für ein Pfarrbild, das vom zu vielen entlastet wird, dafür aber das allgemeine Priestertum stärkt.
Aus Bayern kommen zwei weitere Beiträge zum Thema „Marathonlauf Pfarramt“. Christian Eyselein ist Studienleiter am Pastoralkolleg in Neuendettelsau; er kennt sich vorzüglich in der Geschichte und Konzeption der Pastoralkollegs aus. Unter anderem erinnert er dabei an Georg Merz als Gründer des Kollegs in Neuendettelsau. Für den langen Lauf braucht es Pausen, so etwas wie ein „sabbatliches Convivium“, das die Pastoralkollegs bereithalten.
Auch der Erlanger Systematiker Werner Thiede setzt bei der Berufungsgewissheit ein, die nötig ist (und immer wieder erneuert werden muss). Streitbar (und vielleicht auch umstritten) setzt er sich mit dem VELKD-Papier „Ordnungsgemäß berufen“ (2006) auseinander. Gegen die von ihm dort verortete Idee der Delegation des Amtes aus der Gemeinde betont er den Stiftungscharakter des Amtes als Gottesgabe und die Vorordnung des vollzeitlichen Pfarramtes vor den Diensten etwa der Prädikanten und Lektoren.
Langen Atem beweisen auch die drei Autoren im zweiten Teil des Heftes: Ulrich Körtner, Johannes Triebel und Heinzpeter Hempelmann setzen fröhlich streitend den Dialog über den Dialog der Religionen fort. Sie reagieren damit auf die Aufsätze in Heft 2 dieses Jahres und erörtern vertieft Fragen von Wahrheit und Toleranz oder von Vorteilen und Nachteilen inklusivistischer oder exklusivistischer Religionstheologien.
Viel Freude beim „Lauf“ durch diese Beiträge, die von 5 Rezensionen abgerundet werden!




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