43. Jahrgang, Heft 1, Februar 2012

 

BIBLISCHE BESINNUNG
Reiner Braun:
„Segen – Möglichkeit oder Wirklichkeit?“
Predigt über 4. Mose 6,24–26


AUFSÄTZE
Armin D. Baum:
Hat die Perikope von der Ehebrecherin (Joh 7,53–8,11) kanonische Autorität? Ein interkonfessioneller Zugang

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Armin D. Baum)

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Jürgen Schuster:
„The ‚Eschatology Office‘ Reopened“.
Anmerkungen zur Bedeutung der Eschatologie für die Missionstheologie heute

Gerhard Büttner:
Wie wurde in biblischer Zeit (in der Schule) gelernt? Fragen einer historischen Bibeldidaktik


BÜCHER



AUS DEM EDITORIAL


Der Anfang steht am Ende. Am Ende des Gottesdienstes steht der Segen, der uns zugleich vor allem Bemühen in der neuen Woche zugesprochen wird. Und am Anfang eines neuen Jahres steht die Bitte um Segen für alles, was uns noch in diesem Jahr aufgetragen ist und entgegenkommen wird.
Am Anfang dieses ersten Heftes im 43. Jahrgang der Theologischen Beiträge steht auch der Segen: Reiner Braun, hessischer Pfarrer und Mitglied im Herausgeberkreis unserer Zeitschrift, legt den aaronitischen Segen vor dem Hintergrund der höchst praktischen Frage aus, wie man den Jussiv in Num 6 so übersetzt, dass der Segen weder zur puren Selbstverständlichkeit noch zum unsicheren „Vielleicht“ verkehrt wird.
Auch die weiteren Beiträge dieses Heftes mühen sich um das Verständnis biblischer Texte und fragen nach deren Ertrag für verschiedene theologische Disziplinen: Zuerst ist es der Gießener Neutestamentler Armin D. Baum, der verschiedene Konzepte der Begründung des biblischen Kanons an einem textkritisch umstrittenen Text, nämlich der berühmten Perikope von der Ehebrecherin in Joh 8, ausprobiert und evaluiert. Warum also betrachten wir einen Text als (nicht) kanonisch und welche Begründungsversuche erweisen sich auch bei näherem Hinsehen als tragfähig?
Danach untersucht der Missionswissenschaftler Jürgen Schuster aus Liebenzell die spannungsvollen Aussagen des Neuen Testaments zum Kommen des Reiches Gottes. Das Reich ist mit dem Kommen Jesu gegenwärtig und wird doch erst noch erwartet. Schuster geht auf den Spuren von David Bosch und Lesslie Newbigin der Frage nach, welche Bedeutung die Eschatologie für die Mission der Kirche hat, und erinnert an die Bestimmung der Kirche, eine Hermeneutin des Evangeliums von Jesus Christus zu sein, bis er kommt.
Schließlich befasst sich der emeritierte Dortmunder Religionspädagoge Gerhard Büttner mit der spezifischen Art des Lernens in Familie und Schule zur biblischen Zeit. Er arbeitet den für heutiges Verstehen fremden Lernweg heraus, der beim Memorieren einsetzt. Dieser Lernweg findet sich in hellenistischen und jüdischen Traditionen. Ausführlich zeigt Büttner an Hand von Dtn 6, wie der Zusammenhang von Vor- und Nachsprechen, Fragen und Verstehen aussah. Mindestens dort, wo Gemeinschaften miteinander wichtige Texte laut sprechen, ist diese Art des „learning by heart“ auch heute eine sinnvolle Möglichkeit.
In unserem Rezensionsteil schließen Berichte und Kommentare über 18 Bücher aus höchst verschiedenen theologischen Themenfeldern diese erste Ausgabe im neuen Jahr ab.
Am Ende bleibt uns nur die Bitte, die an allem Anfang steht: Ihnen allen ein gesegnetes Jahr 2012 und fruchtbare Lektürestunden mit den Theologischen Beiträgen!





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