42. Jahrgang, Heft 5, Oktober 2011

 

BIBLISCHE BESINNUNG
Roland Deines:
Eine Predigt über das Alter

AUFSÄTZE
Peter Wick:
Die Kindertaufe fordert uns heraus.
Am Neuen Testament stoßen alle Tauftheorien an ihre Grenze

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Peter Wick)

Mit dem kostenlosen Acrobat Reader können Sie sich diese Artikel ansehen und ausdrucken.


Hans Christian Kammler:
Die Wirklichkeit und Bedeutung der Auferstehung Jesu

BERICHT
Michael Herbst:
Für den Menschen als Seele sorgen.
(Etwas mehr als ein) Buchbericht

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download den Bericht von Michael Herbst)

Mit dem kostenlosen Acrobat Reader können Sie sich diese Artikel ansehen und ausdrucken.

BÜCHER



AUS DEM EDITORIAL

Warum eigentlich soll man noch lesen, präzise wahrnehmen und dem Gelesenen nachdenken? Mögliche Antworten gibt dieses Heft, zu dessen Lektüre wir Sie einladen. Lesen bildet, erweitert den Horizont und fordert uns zu eigener Urteilsbildung heraus:
Wenn Roland Deines, Professor für Neues Testament an der Universität Nottingham (GB) in seiner „Predigt über das Alter“ wichtige Aussagen über dieses Lebensalter und seine Herausforderungen zusammenstellt, dann erkennen wir einerseits recht deutlich: Die Lebenswelt, aus der diese Aussagen stammen, ist nicht unsere. Aber die weisheitliche Lebenserfahrung und der Gott, auf den wir durch sie treffen – die sind aktuell und fordern uns fruchtbar heraus.
Peter Wick, Professor für Neues Testament an der Universität Bochum, zeigt in seinem spannenden Beitrag „Die Kindertaufe fordert uns heraus. Am Neuen Testament stoßen alle Tauftheorien an ihre Grenze“ , was passiert, wenn man tatsächlich die biblischen Aussagen in ihrer Gänze und Differenziertheit stehen lässt, sie nicht über einen dogmatischen Leisten schlägt und dann zulässt, dass sie zum kritischen Gegenüber für Kirche, Theologie und lieb gewordene Traditionen werden: Keine unserer Tauftheologien passt wirklich zum Neuen Testament; keine berücksichtigt alle Aspekte, auf die wir biblisch treffen. Das könnte den Horizont öffnen und die Gesprächsbereitschaft fördern.
Hilfreiche und für das Verstehen der Auferstehung Jesu Christi in unserem kulturellen Kontext wichtige Distinktionen bilden sich auch durch die Lektüre des Aufsatzes von Hans-Christian Kammler, Privatdozent an der Universität Tübingen: „Die Wirklichkeit und Bedeutung der Auferstehung Jesu“. Ausgehend von zwei zentralen Ostertexten des Neuen Testamentes  bestimmt er die Wirklichkeit von Ostern im Nachvollzug der neutestamentlichen Aussagen. Dabei kommt es zu spannenden interdisziplinären Reflexionen zu Exegese, Hermeneutik und Systematischer Theologie. Die Auferstehung Jesu Christi ist einerseits ein reales Ereignis in Raum und Zeit, andererseits sprengt sie unsere historische Wirklichkeitsschau und entzieht sich insofern einer historischen Verifikation.
Orientierung in der Seelsorge und Seelsorge-Lehre leistet der als „Bericht“ „Für den Menschen als Seele sorgen“ eher unterdotierte Aufsatz von Michael Herbst gleich in mehrfacher Weise. Der Greifswalder Ordinarius für Praktische Theologie und Direktor des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung bespricht nicht nur ausführlich die wichtigsten Grundlagenwerke zur Seelsorge aus den Jahren 2007–2009, er bettet die neuere Poimenik auch in die jüngere Geschichte der Disziplin ein und riskiert den engagierten Streit um den rechten Gebrauch reformatorischer Unterscheidungen in der heutigen Seelsorgelehre. Auf den eigenen Entwurf des Verfassers darf man nach diesen Prolegomena gespannt sein.
Neun weitere Rezensionen, v. a. aus dem Bereich der praktischen und historischen Theologie sowie der Exegese, sollen zu weiterer Lektüre reizen. Reichen Gewinn an Einsichten und womöglich neuen, schärferen Distinktionen wünschen die Herausgeber.






Suche:

Geben Sie einen Suchbegriff oder einen Autoren ein und klicken Sie auf suchen:


Suche im Register: