42. Jahrgang, Heft 3, Juni 2011

 

BIBLISCHE BESINNUNG
Reiner Braun: „Ich habe keinen Gott, aber Gott hat mich." (Ernst Barlach). Predigt über das Gleichnis vom verlorenen Schaf (Lukas 15,1–7)

AUFSÄTZE

Thomas Pola:
Vom Kleinkind bis zu den „Ältesten“.
Zu den Lebensaltern im Alten Testament

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Thomas Pola)

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Andreas Käser:
Kohelet und die Suche nach Sinn. Kohärenzzuschreibung
als Konstante in der Wende der Koheletexegese

BERICHTE
Armin D. Baum:
Wunderglaube und Sühnetheologie. Papst Benedikt XVI.
im Dialog mit Martin Hengel und Peter Stuhlmacher

Helmut Burkhardt:
Wie christlich darf unsere Ethik sein?
Ein kritischer Buchbericht

Wilhelm Eppler:
Religion, Fanatismus, Fundamentalismus.
Interdisziplinäre Perspektiven zu einem drängenden Thema

BÜCHER

AUS DEM EDITORIAL

Sommerzeit ist Ferienzeit, und Ferienzeit ist Reisezeit. Auch wer zu Hause bleibt, kann sich mit diesem Heft auf die Reise machen:
Der Kirchengeschichtler Reiner Braun, Pfarrer in Dautphetal und der theologischen Arbeit des PGB und unserer Zeitschrift lange und intensiv verbunden, steigt in seiner Predigt mit uns durch die verschiedenen Schichten des scheinbar so harmlosen Gleichnisses Jesu vom verlorenen Schaf und führt uns zu den Abgründen einer ausgerechnet religiös konnotierten Verlorenheit des Menschen.
Thomas Pola, Professor für Altes Testament an der TU Dortmund, entführt uns in seinem Beitrag anhand von sorgfältig zusammengetragenem Quellenmaterial in die Lebenswelt alttestamentlicher Zeit. Was er durch seine Studien zur empirischen Anthropologie des Alten Testaments an Einsichten über Kindererziehung, das Fehlen einer besonderen Adoleszenzphase und die Rolle sog. „Ältester“ bietet, fordert in fruchtbarer Weise unmittelbar zu ethischen Reflexionen heraus.
Die für den Druck überarbeitete Probevorlesung von Andreas Käser, Professor für Altes Testament an der neu gegründeten Internationalen Hochschule Liebenzell, nimmt uns mit auf eine Reise durch die Auslegungsgeschichte des Buches Kohelet. Er zeigt, wie dieses spannungsreiche und schwierig zu verstehende Buch sich dort am schlüssigsten erschließt, wo man es aus sich selbst heraus zu verstehen sucht und ihm seinen Sinn nicht von externen Gesichtspunkten her vorzugeben sucht.

Drei kleinere Artikel führen uns zu Weichenstellungen aktueller Debatten:
Armin Baum, Professor für Neues Testament an der FTH Gießen, sichert den Ertrag eines hochspannenden Dialoges über Wunderglaube und Sühne zwischen Papst Benedikt XVI., Martin Hengel und Peter Stuhlmacher.
Helmut Burkhardt, langjähriger Dozent für Ethik und Dogmatik am Theologischen  Seminar Chrischona, der sich ebenfalls seit langem für diese Zeitschrift engagiert, verbindet die Besprechung der Dokumentation einer Heidelberger Vorlesungsreihe zum Thema „Wie christlich darf unsere Ethik sein?“ mit der Bündelung kennzeichnender Konsense und einer kritischen Diskussion derselben.
Wilhelm Eppler, Professor für Systematische Theologie an der Internationalen CVJM-Hochschule in Kassel, bespricht einen weiteren Sammelband, der sich mit der Frage nach dem Verhältnis von Religion und Fanatismus einem weiteren aktuellen Thema aus interdisziplinärer Sicht zuwendet.

14 Rezensionen dann auf 13 Seiten nehmen viele der genannten Themen auf, locken uns aber auch zu neuen thematischen Ufern und laden zu weiterem Schmökern ein. Wir wünschen: gute Erholung und – gute Reise!


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