42. Jahrgang, Heft 4, August 2011

 



BIBLISCHE BESINNUNG
Oswald Bayer:Wer auf das Wort achtet, findet Glück

AUFSÄTZE
Erich Geldbach: Der Dispenstionalismus

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Erich Geldbach)

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Helmut Burkhardt:Unternehmensethik zwischen Mensch und Markt. Biblische Orientierung für ein förderliches Miteinandervon Arbeitgeber und Arbeitnehmer

KONTROVERS
Klaus Haacker: Gemeinsame Bibel?!

BERICHTE
Tvia Koren-Loeb (…): Die Bedeutung der Bibel für die israelische Identität

STIMME DER VÄTER
Klaus Bockmühl: Ziele der Christenheit. Ein Manifest

BÜCHER

 

AUS DEM EDITORIAL

Die Beiträge dieses spätsommerlichen Heftes sind im spezifischen Sinne aktuell: Der emeritierte, ehemalig in Bochum und Tübingen lehrende Systematische Theologe Oswald Bayer greift in seiner Meditation Wer auf das Wort achtet, findet Glück in Anlehnung an Prov 16,20 eine zentrale Sehnsucht des Menschen auf, der in den gegenwärtigen Sozialwissenschaften eine herausragende Rolle zukommt: die Suche des Menschen nach Glück. Bayer versucht eine Antwort, indem er biblische Einsichten, existentielle Dimensionen und reformatorische Erfahrungen zu einer Verheißung für die bündelt, die sich genau an dieses Wort Gottes halten.
Erich Geldbach, der vor seiner Emeritierung im Jahr 2004 den Lehrstuhl für Ökumenik an der Ruhr-Universität Bochum innehatte,  gibt in seinem Aufsatz Der Dispensationalismus nicht nur eine Einführung in verschiedene Varianten heilsgeschichtlicher Systematisierungen v. a. des 19. Jahrhunderts, sondern zeigt, wie die auf John N. Darby zurückgehende und in der „Brüdertheologie“ verwurzelte heilsgeschichtliche Periodisierung verschiedener „Haushaltungen“ von überragender Bedeutung für Teile amerikanischer evangelikaler Theologie und Frömmigkeit geworden ist, die selbstredend auch Bedeutung haben für das Selbstverständnis und Weltbewusstsein von Evangelikalen und fundamentalistischen Strömungen in Deutschland.
Der den Theologischen Beiträgen nahezu seit dem Beginn ihres Erscheinens verbundene und sie über 40 Jahre maßgeblich prägende, lange Zeit als Dozent für Ethik am Theologischen Seminar St. Chrischona wirkende Helmut Burkhardt erinnert in seinem Aufsatz Unternehmensethik zwischen Mensch und Markt. Biblische Orientierung für ein förderliches Miteinander von Arbeitgebern und Arbeitnehmern an Grundsätze, die in Zeiten einer durch Globalisierung, Finanzkrisen und ständigen Erwartungen an Flexibilität wie Mobilität der Arbeitenden eine fruchtbare Herausforderung darstellen.
Die Stimme von Klaus Bockmühl in einem Auszug aus seiner Schrift Ziele der Christenheit. Ein Manifest stammt aus einer anderen Zeit. Über ein Viertel-Jahrhundert alt und in eine andere Situation hineingesprochen, entfaltet sie für unsere spezifischen Herausforderungen eine neue und noch einmal andere provokative Kraft. Wir erinnern mit dem Abdruck seines Manifestes an diesen herausragenden Theologen.
Eine ganz besondere Bedeutung kommt den beiden Beiträgen von Tzvia Koren-Loeb (…) zur Bedeutung der Bibel für die israelische Identität und Klaus Haacker Gemeinsame Bibel?  zu. Die jüdische Bibel verbindet Christen und Juden, aber welche Rolle spielt sie heute in Israel selber für die jüdische, speziell israelische Identität? Der sehr informative Seitenblick der inzwischen verstorbenen jüdischen Autorin, dem nach ihrem frühen und uns ebenso überraschenden wie bestürzenden Tod die Bedeutung eines Vermächtnisses zukommt, wird in dem Beitrag des emeritierten Wuppertaler Neutestamentlers und langjährigen Hauptherausgebers unserer Zeitschrift Klaus Haacker durch einen kurzen Essay eingeordnet. Die präzisen Bestimmungen, die Haacker auf Grund einer jahrzehntelangen Reflexion des und Mitwirkung am christlich-jüdischen Dialog gibt, haben den Rang einer Kurz- und Zusammenfassung der sensiblen Punkte und Agenda desselben.
Ein Florilegium von Rezensionen zu 11 Büchern aus allen Disziplinen der Theologie schließt wie gewohnt auch dieses Heft ab.

 


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