41. Jahrgang, Heft 6, Dezember 2010

 

41. Jahrgang, Heft 6, Dezember 2010

Für das nächste Heft sind folgende Beiträge vorgesehen:

BIBLISCHE BESINNUNG
Heinzpeter Hempelmann:
Aufbruch – ins Ungewisse. Predigt zu Genesis 32,23–33

AUFSÄTZE
Jostein Ådna:
Der Psalter als Gebetbuch Jesu nach der Darstellung
des Markus- und des Matthäusevangeliums.
Aspekte biblischer Theologie

Wolf-Friedrich Schäufele:
Von toten Heiligen und Zeugen der Wahrheit.
Philipp Melanchthon und die Geschichte der Kirche

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Aufsatzes von Wolf-Friedrich Schäufele)

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BERICHT
Hansjörg Hemminger:
Gottesbild und Natur.
Das Welthandeln Gottes in der Diskussion

BÜCHER

 

AUS DEM EDITORIAL

 

Wir beschließen den Jahrgang mit einem Heft, dessen erster Beitrag bereits ins neue Jahr hinüber weist. Die Predigt von Heinzpeter Hempelmann (Aufbruch – ins Ungewisse) ermutigt, sich auf die Gottesperspektive einzulassen, mit Gott – wie er es will! – zu ringen und ihm in den Klüften und Ungewissheiten unseres Lebens zu begegnen – auch im neuen Jahr.

Jostein Ådna, Professor an der norwegischen Hochschule für Mission in Stavanger, zeigt in seinem Aufsatz „Der Psalter als Gebetbuch Jesu nach der Darstellung des Markus- und des Matthäusevangeliums“ nicht nur, welche Bedeutung dem Buch der Psalmen in frühjüdischer Zeit zukommt, sondern auch, wie Jesus als Jude aus dem Psalter lebt und welche Bedeutung einzelne Psalmen für Lehre und das Selbstverständnis Jesu haben.

Der Melanchthon-Aufsatz über „tote Heilige und Zeugen der Wahrheit“ von Wolf-Friedrich Schäufele, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Marburg, ist mehr als nur ein weiterer Essay zu der humanistischen Schlüsselfigur der Reformation. Vf. zeigt exemplarisch auf, wie reformatorische Theologie sich in Anknüpfung und Widerspruch an die Überzeugungen der „Altgläubigen“ ausbildet und wie es auch für evangelische Theologie und Frömmigkeit einen sinnvollen Umgang mit „Heiligen“ als Lebens-Zeugen evangelischer Wahrheit geben kann.

Hansjörg Hemminger, Beauftragter der Evangelischen Landeskirche in Württemberg für Weltanschauungsfragen und ein Kenner des gegenwärtigen Dialogs zwischen Theologie und Naturwissenschaft, bekommt das Kunststück hin, in seinem Artikel (Gottesbild und Natur) nicht nur einen der wichtigeren Sammelbände zur Sache zu besprechen und dabei kritische Gesichtspunkte zu benennen, sondern auch Weichenstellungen und Denkfallen zu markieren, die beachten muss, wer immer sich auf diesem für unsere moderne Welt so wichtigen Gebiet bewegen will.

Ein Schwerpunkt liegt auch in diesem Heft wieder auf der Wahrnehmung neuer theologischer Literatur. Auf diesmal 17 Seiten besprechen unsere Autoren 17 Veröffentlichungen aus nahezu allen theologischen Disziplinen, von der alttestamentlichen Anthropologie über die Theologie der Psalmen, neuere Forschungen zu Jakobus und Paulus, Bücher zu Melanchthon, Thomas von Aquin und zur Christiani- sierung des Mittelalters und neue Perspektiven auf das Werk Karl Barths und den christlich-muslimischen Dialog bis hin zu praktisch-theologischen Reflexionen kirchlichen Handelns wie Liturgik, Kasualtheorie, Kirchenreform und Predigt vor Kindern.

Bereits im September diesen Jahres starb im Alter von 69 Jahren Dekan i.R. Albrecht Becker. Lange Zeit hat er im Vorstand des Pfarrerinnen- und Pfarrergebetsbundes Verantwortung getragen und als delegiertes Mitglied des PGB im Herausgeberkreis unserer Zeitschrift mitgewirkt. Mit wachem, auch kritischen Blick hat er den Weg der theologischen beiträgeüber Jahrzehnte verfolgt und gefördert. Wir sind dankbar für die Brückenfunktion, die er mit Engagement und Energie, aber auch Lust und Freude wahrgenommen hat.

Wir wünschen unseren Lesern, unseren Kirchen und ihren (Hoch-)Schulen Zuversicht und Mut zum Aufbruch in das kommende Jahr.


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