41. Jahrgang, Heft 1, Februar 2010

 

BIBLISCHE BESINNUNG
Albrecht Hauser
Im Leiden bahnt sich die Hoffnung ihren Weg
Predigt zu Kolosser 1,24–29


AUFSÄTZE
Michael Herbst:
Internationale Gemeinden in Deutschland

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Alister McGrath:
Erzählung, Gemeinschaft und Dogma
Reflexionen über das Zeugnis der Kirche in der Postmoderne

Martin Reppenhagen:
„Willst du uns bekehren oder was?“
Das Verständnis von Bekehrung im missionstheologischen Wandel

Jürgen Baron:
Back from the Brink – Zurück vom Abgrund
– Warum die Kirche in England hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann –


DOKUMENTATION
Wolfgang Huber:
„Du stellst unsere Füße auf weiten Raum“ – Positionen und Perspektiven einer Kirche im Aufbruch. Rede zur Eröffnung der Zukunftswerkstatt der EKD

MISZELLE
Nicole Chibici-Revneanu:
Kleiderschwimmen. Die Begegnung zwischen
Petrus und Jesus in Johannes 21

BÜCHER

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Aus dem Editorial

Mission ist das eine große Thema, der eine zentrale Auftrag der Kirche. Was das heute heißt, machen die Beiträge dieses Heftes in unterschiedlicher und höchst anregender Weise anschaulich:
Albrecht Hauser, Kirchenrat i. R., legt vor dem Hintergrund von 20 Jahren Erfahrung christlicher Existenz in v.a. muslimisch geprägten Ländern dar, wie Mission und Leiden aufs Engste zusammengehören. Er leistet damit einen spezifischen, heute sehr aktuellen Beitrag zum christlichen Verständnis von Mission: Der martys lässt nicht andere leiden, sondern wird selber zum Märtyrer für das Evangelium.
Michael Herbst, Praktischer Theologe an der Universität Greifswald und Direktor des Instituts zur Erforschung von Evangelisation und Gemeindeentwicklung (IEEG), thematisiert ein bisher weithin übersehenes Begleitphänomen der Globalisierung und multikultureller sowie -religiöser Lebensverhältnisse: Internationale Gemeinden in Deutschland. Sie fordern uns heraus zum Gespräch und zur Selbstreflexion: durch ihre missionarische Ausstrahlung und Tätigkeit, ihre andere(n) Theologie(n), ihr liturgisches Anderssein und die quer zur parochialen Verfasstheit liegende Organisation ihres Gemeindelebens.
Die an manchen Orten schon totgesagte Postmoderne lebt. Sie bestimmt unsere Lebensverhältnisse und hat großen Einfluss auf Leben und Verkündigung von Kirche. Alister McGrath, einer der führenden Systematischen Theologen mit Schwerpunkt Apologetik in Großbritannien, Professor für Theologie am King’s College in London, plausibilisiert die besonderen missionarischen Chancen von Kirche in der Postmoderne. Er spricht dabei aus einem gesellschaftlichen und kirchlichen Umfeld heraus, das der „Frontbericht“ von Jürgen Baron, Pfarrer der Badischen Landeskirche, auf der Basis einer einjährigen Hospitation am Leben der anglikanischen Kirche an verschiedenen ihrer Brennpunkte anschaulich und konkret schildert. Er gibt nicht nur Hintergrundinformationen über Geschichte und Theologie der dortigen „Volkskirche“, sondern berichtet über den erstaunlichen Aufbruch „back from the Brink“: Mitten in der Krise entdeckt diese Kirche Mission als ihr eigentliches, zu neuem Leben führendes Herzensanliegen.
Martin Reppenhagen, Pfarrer der Badischen Landeskirche und wissenschaftlicher Mitarbeiter am IEEG, fokussiert Ressentiments, die missionarischem Handeln und Wollen entgegenschlagen. Er klärt das Anliegen von Mission und scheut sich nicht, von ihrem Begriff – dem der Konversion/Bekehrung – auszugehen.
Die vom ehemaligen Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber anlässlich der Eröffnung der EKD-Zukunftswerkstatt vorgetragenen Überlegungen stellen ein theologisches Testament zum missionarischen Auftrag der EKD dar, an dem sich ihre Mitgliedskirchen hoffentlich noch lange abarbeiten werden.
Fünf Rezensionen, die die eröffneten Perspektiven aufnehmen, und eine interessante Miszelle runden das erste Heft des neuen Jahrzehnts ab. Nicole Chibici-Revneanu, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Greifswald, gibt eine Erklärung für das merkwürdige Kleiderschwimmen des Petrus nach Johannes 21.
Uns war die Zusammenstellung dieser Beiträge den nahezu doppelten Umfang eines normalen Heftes wert. Lassen Sie sich mitnehmen und inspiriren durch das, was der dreieinige Gott heute weltweit tut und auch in unseren Kirchen tun will – durch uns!

 

 


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