40. Jahrgang, Heft 1, Februar 2009

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Hanna Stettler:

Das Gesicht des Samariters. Predigt zu Lukas 10,25–37

AUFSÄTZE

Dieter Schneider:
Gottes erneuerte Christenheit. Eine Erinnerung an Johannes Calvin
zu seinem 500. Geburtstag (10. Juli 2009)

Werner Thiede:
Tiefe und Aporie der Theologie Calvins
Eine Skizze anlässlich seines 500. Geburtstags

Eberhard Busch:
Warum ich Calvin schätze?

 

Christian Möller:
"Und für meine Seele sorgen".
Seelsorge in Kongruenz

STIMME DER VÄTER

Der Glaube der Verworfenen und die Zuversicht der Glaubenden.
Auszüge aus der Institutio von Johannes Calvin

BERICHT

Albrecht Schödl:
Wege zur Glaubenskunst.
Leseeindrücke zur „edition bohren“

BÜCHER


AUS DEM EDITORIAL

Sie haben ein Heft mit einem reformierten Schwerpunkt in der Hand. Anlass ist der 500. Geburtstag Johannes Calvins am 10 Juli. Gleich drei Aufsätze widmen sich der Bedeutung des Anlasses entsprechend der Theologie und dem Wirken des großen Reformators. Dies geschieht allerdings in unterschiedlicher Hinsicht und in durchaus differenter Perspektive: Dieter Schneider, einem breiteren Leserkreis v.a. bekannt geworden durch allgemeinverständliche Bibelauslegungen und Arbeiten zur Pneumatologie, führt in vita und Werke ein und fasst dabei die Ergebnisse einer im Frühjahr erscheinenden umfangreichen Monographie über Calvin (Johannes Calvin. Reformator für ein Leben im Glauben, Gießen 2009) zusammen. Er notiert nicht nur, wo Heutige Schwierigkeiten haben, einen Zugang zu ihm zu finden, sondern stellt Calvin und Luther in das Verstehen erleichternder Weise gegenüber. Werner Thiede, apl. Professor für Systematische Theologie an der Universität Erlangen-Nürnberg, zeichnet die imponierende Geschlossenheit der Theologie Calvins differenziert nach, scheut dabei aber nicht vor kritischen Wertungen zurück, die sich i.A. an die Erwählungslehre für Glaubensgewissheit und Lebensgestalt ergeben (vgl. dazu Stimme der Väter). Eberhard Busch, ausgewiesener Fachmann und Erklärer reformierter Theologie und ihrer Anliegen (vgl. Reformiert. Profil einer Konfession, Zürich 2007, und die Kurzbesprechung in diesem Heft S. 58), gibt uns eine Reformierte Theologie in Miniatur, indem er in sieben Punkten die Frage beantwortet, warum er Calvin so schätzt.
Zusätzlich bereichert wird das Heft durch eine ebenso elementare wie persönliche Einführung in die Seelsorge durch den reformierten Traditionen verbundenen Praktischen Theologen und Heidelberger Ordinarius i.R. Christian Möller. Die reformierte Linie setzt sich fort mit einem Lesehinweis des Pfarrers am Christus-Pavillon/Kloster Volkenroda, Albrecht Schödl, auf Rudolf Bohren. Dessen im besten Sinne ungewöhnliches und poetisches Denken ist postmodernen Zeiten in überraschender Weise gleichzeitig.
Der Schweizer Theologin und Tübinger Privatdozentin Hanna Stettler gelingt es in der zum Eingang dokumentierten Predigt, das Gleichnis vom barmherzigen Samariter direkt, aktuell und „motivierend“ zu uns reden zu lassen.
Die insgesamt 14 Rezensionen fokussieren nicht nur Calvin, K. Barth, R. Bohren, E. Busch, sondern auch Veröffentlichungen zu zentralen Themen einer biblischen Theologie (Gott fürchten und lieben; Deutungen des Todes Jesu; Stellvertretung; fremde Religionen in der Bibel), den Weg deutscher Theologie im sog. „Dritten Reich“, unvermutet besonders aktuell gewordene wirtschaftsethische Überlegungen und schließlich eine Habil.-Schrift des ostdeutschen Privatdozenten Hans-Martin Rieger, der Theologie und Kirche zum Kreuz als ihrem gemeinsam gestaltbildenden Merkmal ruft.


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