40. Jahrgang, Heft 2, April 2009

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Theo Sorg:

"Auffahren mit Flügeln wie Adler".
Predigt über Jesaja 40,26-31

AUFSÄTZE

Johannes Zimmermann:
"Wir sind hier doch nicht in Brasilien".
Praktisch-theologische Überlegungen zum Thema Mission

Siegfried Kreuzer:
Das Passa. Ursprünge, Entwicklungen und Bedeutung

Günter Röhser:
Die „Antithesen“ der Bergpredigt in neueren Bibelübersetzungen

STIMME DER VÄTER

Wilhelm Lütgert:

Die Bergpredigt als Grundgesetz der Kirche

BERICHT

Wilhelm Eppler:
Religion mit Risiken und Nebenwirkungen.
Ulrich Beck zum Verhältnis von Religion, Gewalt und Individualisierung

BÜCHER


AUS DEM EDITORIAL

Wenn Sie die Osterausgabe der Theologischen Beiträge aufschlagen, werden Sie zuerst auf eine Auslegung über Jesaja 40 stoßen, die auf eine österliche Predigt unseres ehemaligen Herausgebers und Württembergischen Altbischofs Theo Sorg zurückgeht. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie eine seelsorgliche Predigt den Müden neue Kraft verheißt, nicht auf Vorrat, aber für jeden einzelnen Tag neu. Im Übrigen hat dieses Heft zwei Schwerpunkte: nämlich die Beschäftigung mit der Bergpredigt und mit Ostern. Johannes Zimmermann bearbeitet grundlegende Fragen einer Theologie der Mission und beschäftigt sich auch mit Widerständen gegen Mission im Land der Reformation: „Wir sind doch nicht in Brasilien!“ Warum Mission nicht zuerst der schwierigen Situation der Kirche geschuldet ist, sondern im Auftrag Gottes selbst ihren Anfang nimmt, erörtert der Greifswalder Theologe ausführlich. Vor allem aber verortet er die Mission zwischen zwei Bergen: dem Berg der Bergpredigt und dem Berg der österlichen Aussendung. Während der Bezug auf Mt 28 vertraut ist, ergänzt der Autor unser Bild von der Sendung der Jünger durch einen Verweis auf Mt 5; hier erkennt er eine Jüngerethik, die zur missionarischen Existenz herausfordert. Noch direkter ist der Aufsatz des Bonner Neutestamentlers Günther Röhser auf die Bergpredigt bezogen. Er befasst sich mit verschiedenen Übersetzungen der sogenannten „Antithesen“ (um sich dann auch von dieser Bezeichnung zu verabschieden). Dabei werden die impliziten exegetischen Entscheidungen der Übersetzer deutlich. Röhser selbst sieht in Jesu Auslegung und Überbietung der Tora-Gebote die Vollendung der Tora in teilweiser Verschärfung, teilweiser Aufhebung. Als Stimme der Väter haben wir den Hallenser und Berliner Systematischen Theologen Wilhelm Lütgert (1867–1938) ausgewählt. Christoph Raedel führt kurz in sein Leben und Werk ein, um ihn dann selbst mit seiner Sicht der Bergpredigt als Grundgesetz der Kirche zu Wort kommen zu lassen. Das österliche Thema wiederum streift der Wuppertaler Alttestamentler Siegfried Kreuzer, dem wir eine gründliche Erklärung von Ursprung und Entwicklung des wohl wichtigsten Festes im Alten Testament verdanken: Das Passa. Er spannt dabei den Bogen von den Anfängen bis zum letzten Mahl Jesu und unserem Abendmahl. Diese vier Beiträge laden zu intensiver Lektüre ein. Dazu fügen sich aufs Beste drei Rezensionen, von denen eine dem neuen Paulusbuch unseres Mitherausgebers Klaus Haacker gewidmet ist, während zwei weitere sich mit Büchern zu Fragen der Gemeindeentwicklung befassen. Der Lesestoff sollte Ihnen also auch in der österlichen Zeit nicht ausgehen!

Die Herausgeber


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