40. Jahrgang, Heft 4, August 2009

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Heinz-Dieter Neef: Die Kunst des Anfangens. Predigt zu Exodus 1,1–10

 

DOKUMENTATION

Christian Hennecke: Glänzende Aussichten – Wie die Kirche einfach wird.

Erfahrungen zukünftiger Ekklesiogenesis

 

AUFSÄTZE

Gerhard Knodt: Geistliches Leben einüben.

Von „Unterscheidungsgabe“ und „Praxis“ bei den Wüstenvätern und heute

 

Rolf Noormann:  „... dem Menschen ratend, dass er sich an Gott hänge“.

Gesetz und Gottesverhältnis bei Tertullian

 

BERICHT

Reiner Braun: Tersteegenforschung auf neuer Grundlage.

Große Edition der Briefe durch Gustav Adolf Benrath

BÜCHER

Aus dem Editorial

Bei uns heißt es Abitur und Abgangsfeier, in den USA dagegen Commencement, Feier des Anfangs. Nicht was aufhört, zählt da, sondern was mit diesem Ende anfangen kann.

 

Von einem Gott, der immer wieder neue Anfänge macht und der aus geringen Anfängen Großes schafft, erzählt die Predigt, die uns der Alttestamentler Heinz-Dieter Neef für dieses Heft der theologischen beiträge überlassen hat.

 

Von den Anfängen einer neuen, einfacheren Kirchengestalt spricht der katholische Theologe Christian Hennecke. Über diesen ökumenischen theologischen Beitrag freuen wir uns sehr. Der Hildesheimer Theologe warnt vor der Sehnsucht nach dem Vergangenen, denn Gott schafft längst Neues, auch für seine Gemeinde.

 

Zu den Anfängen der Christenheit führt uns der Aufsatz des bayrischen Pfarrers und Praktischen Theologen Gerhardt Knodt. Er befasst sich seit langem mit den Wüstenmüttern und Wüstenvätern und ihrer besonderen Gabe der Unterscheidung der Geister. Zunehmend wird in unseren Kirchen von Geistlicher Begleitung als einer besonderen Form der Seelsorge gesprochen. Wie dieser neue Zugang zur Seelsorge mit jenen Anfängen in der Wüste zusammenhängt, erklärt uns Knodt mit vielen lesenswerten Beispielen.

 

Und wenn wir schon bei den Anfängen der Kirche sind, bleiben wir doch noch etwas dort: Tertiullian gehört zu den Großen der ersten Zeit, die oft verkannt werden, aber kaum bekannt sind. Rolf Noormann, Pfarrer und Privatdozent für Kirchengeschichte in Heidelberg, erläutert, wie Gesetz und Gottesverhältnis bei Tertullian zusammen gehören und dekonstruiert damit auch den allzu schlichten Vorwurf von Tertullians Legalismus.

 

Den Reigen der Aufsätze schließt Reiner Braun aus dem Kreis unserer Mitherausgeber. Er führt ein in die große Ausgabe der Briefe Gerhard Tersteegens, die Gustav Adolf Benrath im letzten Jahr herausgegeben hat. Mit der Vorstellung der Briefe verlockt er auch dazu, vielleicht an dieser Stelle mit eigener Tersteegen-Lektüre zu beginnen.

 

Eifrige Leser der Beiträge haben es schon bemerkt: Wir verstärken gezielt unseren Rezensionsteil, um Ihnen möglichst viele wichtige, theologische Neuerscheinungen vorstellen zu können. In diesem Heft sind es acht Werke, die präsentiert werden, die meisten bieten fortgesetzte Lektüre nach den Anfängen in diesem Heft.

 


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