40. Jahrgang, Heft 6, Dezember 2009

 

BIBLISCHE BESINNUNG

Heinzpeter Hempelmann:
Lernen vom zu uns gekommenen Gott.
Philipper 2,5–11 und die Folgen

AUFSÄTZE

Jürgen Kampmann:
„… eine Einheit, die durch die Kraft Gottes treu zum Bekenntnis zu stehen gedenkt“.
Die Bedeutung des Ulmer Bekenntnistages vom 22. April 1934 für das deutschlandweite Zusammenwachsen der Bekennenden Kirche

(Klicken Sie hier für einen PDF-Download des Artikels von Jürgen Kampmann)

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Christoph Morgner:
„Berliner Erklärung“ – der lange Weg von der Trennung bis zur Verständigung

Jörg Ohlemacher:
Die Berliner Erklärung vom 15. September 1909 – ein Essay in weiterführender Absicht

DOKUMENTATION

Berliner Erklärung 1909

Gemeinsame Erklärung des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und des Mülheimer Verbandes Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden zur
„Berliner Erklärung“ von 1909

STIMME DER VÄTER

Dietrich Bonhoeffer: „... daß nur Christus verkündigt werde“ (Philipper 1,18)

BÜCHER


Aus dem Editorial

Das zu Ende gehende Jahr 2009 war ein Jahr der Jubiläen, sicher zuerst durch die dankbare Erinnerung an den Fall der Mauer und die Ereignisse im Oktober und November 1989. Auch kirchliche und kirchenpolitische Jahrestage waren zu begehen. Zwei solche Ereignisse nehmen wir in diesem zeitgeschichtlich geprägten Heft der Theologischen Beiträge auf. Der Tübinger Kirchenhistoriker Jürgen Kampmann erinnert an den Ulmer Bekenntnistag am 22. April 1934. Er beschreibt diese Versammlung im Ulmer Münster als Schulterschluss der süddeutschen mit den westdeutschen bekenntnisorientierten Kreisen und damit als wesentliche Weichenstellung für eine Bekenntnissynode. „Ulm“ ist damit ein wichtiger Schritt gewesen auf dem Weg zur Barmer Theologischen Erklärung, die vor 75 Jahren zusammenfasste, was Christen gegen den Ungeist ihrer Zeit zu bekennen hatten, und die bis heute ihre orientierende Kraft nicht verloren hat. Noch etwas weiter zurück liegt das zweite Ereignis, an das wir mit diesem Heft erinnern möchten. Unser Mitherausgeber Jörg Ohlemacher hilft uns, die „Berliner Erklärung“ von 1909 zu lesen und zu verstehen. Sie ist eine Reaktion auf das Aufkommen der Pfingstbewegung in Deutschland und markiert den scharfen Schnitt zwischen pfingstlich bewegten Christen und der Gemeinschaftsbewegung, aber auch weiten Teilen der Evangelischen Allianz. Der ehemalige Gnadauer Präses Christoph Morgner verfolgt diese Linie weiter, indem er noch einmal auf die Entstehungsgeschichte der „Berliner Erklärung“ eingeht (und einige Fehlurteile korrigiert), vor allem aber ihre Wirkungsgeschichte nachzeichnet und die Bemühungen um Verständigung würdigt, die zu einer „Gemeinsamen Erklärung“ von Mülheimer Verband und dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband im Jahr 2009 führten. Wir dokumentieren weite Teile der „Berliner Erklärung“ und die „Gemeinsame Erklärung“, um das Thema abzurunden. Die Stimme der Väter repräsentiert in diesem Heft Dietrich Bonhoeffer und führt uns noch einmal in die Zeit der Bekennenden Kirche. Aus seinem Londoner Pfarramt heraus entstand die Auslegung über Phil 1,18, die ceterum censeo der Bekennenden Kirche auf den Punkt bringt: „dass nur Christus verkündigt werde“. Damit lässt sich auch der Bogen zur Predigt von Heinzpeter Hempelmann schlagen. Er spürt dem weihnachtlichen Wunder in seiner Auslegung von Phil 2 nach: Gott zeigt Interesse, er mischt sich ein und begibt sich tief hinab in unsere Existenz. Es ist ein seltsamer, staunenswerter Weg, den der Sohn Gottes da geht. Die Predigt mündet in Wünsche an eine Kirche, die dem Gottessohn auf seinem Weg nachfolgt. So beleuchtet sie das Wunder aufs Neue, das wir zu Weihnachten feiern. Dass Sie es mit guter theologischer Lektüre (wozu auch wieder eine Tour durch die Theologie mit Hilfe etlicher Rezensionen gehört) und zugleich froh tun können, ist unser Wunsch zum Ende dieses an Jubiläen reichen Jahres.


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